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„Kaiserfreund und Korankenner“ – Christian Seybold und die Tübinger Handschriftenkataloge

Von: Michaela Hoffmann-Ruf und Torsten Wollina

Als Christian Seybold mit der Katalogisierung der Tübinger Wetzstein-Sammlung arabischer Handschriften begann, hatte er schon umfangreiche Erfahrungen mit orientalischen Handschriften gesammelt und ein – auch für heutige Standards – ziemlich ereignisreiches Leben hinter sich. Nicht umsonst bezeichnet ihn Walter Riethmüller in seinem Nachruf als „Kaiserfreund und Korankenner“.1

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  1. Riethmüller 1970. []

Bücherkisten aus Kairo: Die Entstehung der orientalischen Handschriftensammlung der Forschungsbibliothek Gotha

Von: Feras Krimsti

Mit derzeit ungefähr 3.500 Handschriften ist die orientalische Handschriftensammlung der Forschungsbibliothek Gotha die drittgrößte Sammlung in Deutschland. Ihre Geschichte lässt sich bis in die Zeit der Gründung der Bibliothek im 17. Jahrhundert zurückverfolgen.

Überregionale Bedeutung erlangte sie Anfang des 19. Jahrhunderts, als der Gelehrte und Orientreisende Ulrich Jasper Seetzen (1767–1811) auf seinen Reisen im Osmanischen Reich und auf der Arabischen Halbinsel für den Gothaer Hof und die Herzogliche Bibliothek knapp 2.700 Handschriften erwarb, ein Großteil von ihnen in Arabisch, aber auch in Osmanisch und Persisch. 

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Drei Jahrhunderte islamischer Handschriften in München (1558-1858): Widmanstetter, Quatremère und Aumer

Von: Helga Rebhan

Wenngleich das Gros der 4.450 islamischen Handschriften der Bayerischen Staatsbibliothek (vormals Hofbibliothek) erst in den letzten 50 Jahren gesammelt wurde, markieren die Erwerbungen der Bibliothek Johann Albrecht Widmanstetters im Jahr 1558 und, genau 300 Jahre später, der Sammlung Étienne-Marc Quatremères zwei entscheidende Meilensteine in ihrer Bestandsgeschichte. Die wissenschaftliche Erschließung und Katalogisierung dieser Bestände hat Joseph Aumer hat in den Jahren 1858 bis 1875 durchgeführt.  

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Wilhelm Pertsch: Der Mann der vielen Kataloge

Von: Yoones Dehghani Farsani

Die von Ludwig Carl Wilhelm Pertsch (1832-1899) erstellten Kataloge orientalischer Handschriften aus dem Besitz der Forschungsbibliothek Gotha und der Staatsbibliothek zu Berlin sind beispielhaft und von zentraler Bedeutung. Sie sind in der Forschergemeinschaft weithin bekannt und geschätzt.

Vielen ihrer Nutzer weitaus weniger bekannt ist hingegen die Person, der wir diese Werke verdanken, und die Umstände ihrer Entstehung. Wer war Wilhelm Pertsch, und wie kam er zur Katalogisierung der Gothaer und Berliner Bestände?

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