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Ein erfolgreicher Ankauf und ein gescheiterter Anlauf – Zwei Sammlungen des Carlo Landberg

Von: Christoph Rauch

Die Königliche Bibliothek zu Berlin, Vorgängerin der heutigen Staatsbibliothek, vermehrte ihre Sammlung orientalischer Handschriften in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts um ein Vielfaches. Sie wuchs in diesem Zeitraum um mehr als 10.000 Bände. Die umfangreichen Ankäufe der Handschriften von Gelehrten wie Johann Gottfried Wetzstein, Julius Heinrich Petermann, Aloys Sprenger oder Eduard Glaser unterstrichen die Ambitionen Preußens, das internationale Ansehen Berlins als Kultur- und Wissenschaftsstandort zu fördern. Diese Sammlungen prägen den Berliner Bestand islamischer Handschriften bis heute. Einige zukünftige Blogbeiträge werden sich den gerade genannten Orientalisten-Sammlern widmen. Dieser Artikel thematisiert zunächst die Landberg-Sammlung, eine Erwerbung aus der Schlussphase dieser intensiven Periode des Bestandsaufbaus.

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Alles neu machen die User – erste Einblicke in die Usability-Studie

von Larissa Schmid

von Larissa Schmid
Entwickler von Infrastrukturen oder digitalen Diensten haben nicht dieselbe Perspektive auf ihre Produkte wie die späteren User. Diese Erkenntnis hat sich auch in Bibliotheken durchgesetzt. Bei der Weiterentwicklung des Portals, das im Rahmen des DFG-Projekts “Orient-Digital” in den kommenden zwei Jahren zu einem zentralen Zugang für arabische, persische und türkische Handschriften ausgebaut wird, beziehen wir von Anfang an die Erfahrung der zukünftigen Nutzer*innen mit ein. Nachfolgend geben wir einen kurzen Einblick in die ersten Usability-Tests, die wir mit Wissenschaftler*innen aus unterschiedlichen Disziplinen durchgeführt haben. 

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Wie kamen osmanische Handschriften nach Zittau? Die Sammlung der Christian-Weise Bibliothek

Von: Torsten Wollina

Das DFG-Projekt “Orient-Digital” erschließt nicht nur die großen Sammlungen in Berlin, Gotha und München. Es bezieht vielmehr auch eine wachsende Zahl kleinerer Sammlungen mit ein, die sich geographisch über ganz Deutschland verteilen (siehe Karte). Alphabetisch erstrecken sie sich von B wie Bonn bis Z wie Zittau. Während viele Sammlungen heute an Universitätsbibliotheken angeschlossen sind, trifft dies für die Zittauer Sammlungen nicht zu. Diese wurden in den vergangenen Wochen vollständig in das OD-Portal eingetragen. In diesem Beitrag wird die Sammlung vorgestellt, mit einem besonderen Blick auf die Provenienz der Handschriften.

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Resümee des 1. Quartals 2021

Dass unser Portal derzeit noch nicht generell für Nutzer*innen zugänglich ist, heißt nicht, dass hinter den Kulissen nichts passiert. Ganz im Gegenteil! Die Teams des DFG-Projekts “Orient-Digital” in Berlin, Gotha, Leipzig und München arbeiten fleißig weiter an der Retrokonversion und dem Portal. In diesem Beitrag geben wir einen Einblick in unsere Arbeit in den ersten drei Monaten des Jahres 2021.

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„Kaiserfreund und Korankenner“ – Christian Seybold und die Tübinger Handschriftenkataloge

Von: Michaela Hoffmann-Ruf und Torsten Wollina

Als Christian Seybold mit der Katalogisierung der Tübinger Wetzstein-Sammlung arabischer Handschriften begann, hatte er schon umfangreiche Erfahrungen mit orientalischen Handschriften gesammelt und ein – auch für heutige Standards – ziemlich ereignisreiches Leben hinter sich. Nicht umsonst bezeichnet ihn Walter Riethmüller in seinem Nachruf als „Kaiserfreund und Korankenner“.1

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  1. Riethmüller 1970. []

Mit Stolz und System: Wilhelm Pertsch und sein Katalog der Arabischen Handschriften der herzoglichen Bibliothek zu Gotha

Von: Wael Hussein Ali Mahmoud Abbas

Wilhelm Pertsch (1832-1899) erschloss den überwiegenden Teil der rund 3.500 orientalischen Handschriften in der Forschungsbibliothek Gotha in einem dreiteiligen Katalog, der zwischen (1859-1893) unter dem Titel „Die orientalischen Handschriften der Herzoglichen Bibliothek zu Gotha“ erschien. Die drei Teile, die sich aus den drei Sprachen der Handschriften ergeben, teilen sich auf sieben Katalogbände und einen Band mit Anhängen auf. Pertschs Kataloge dienen auch heute noch, über 150 Jahre nach ihrer Abfassung, und gerade im Projekt “Orient-Digital”, als Grundlagenwerk. 

Dieser Beitrag wirft einen Blick auf Pertschs Arbeitsweise und ist von folgenden Fragen geleitet: Nach welchen Prinzipien ist der Katalog geordnet? Welche Informationen enthalten die einzelnen Einträge, in welcher Reihenfolge und zu welchem Zweck?

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Die Biographie einer Berliner Handschrift: Sprenger 96 b

Von: Konrad Hirschler und Torsten Wollina

Bücher sind nicht nur Texte, sondern auch materielle Artefakte. Die Forschung interessiert sich seit Langem für die Biographien von Artefakten in Museen: Wo wurden sie hergestellt? Wer waren ihre Besitzer? Wie kamen sie in das Museum? Auch Bibliotheken haben begonnen, sich diesen Fragen verstärkt zuzuwenden. Die orientalischen Handschriften der Staatsbibliothek eignen sich hervorragend für eine solche Provenienzforschung. Den Erkenntnisgewinn wollen wir hier an einem Beispiel deutlich machen.

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Bücherkisten aus Kairo: Die Entstehung der orientalischen Handschriftensammlung der Forschungsbibliothek Gotha

Von: Feras Krimsti

Mit derzeit ungefähr 3.500 Handschriften ist die orientalische Handschriftensammlung der Forschungsbibliothek Gotha die drittgrößte Sammlung in Deutschland. Ihre Geschichte lässt sich bis in die Zeit der Gründung der Bibliothek im 17. Jahrhundert zurückverfolgen.

Überregionale Bedeutung erlangte sie Anfang des 19. Jahrhunderts, als der Gelehrte und Orientreisende Ulrich Jasper Seetzen (1767–1811) auf seinen Reisen im Osmanischen Reich und auf der Arabischen Halbinsel für den Gothaer Hof und die Herzogliche Bibliothek knapp 2.700 Handschriften erwarb, ein Großteil von ihnen in Arabisch, aber auch in Osmanisch und Persisch. 

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Drei Jahrhunderte islamischer Handschriften in München (1558-1858): Widmanstetter, Quatremère und Aumer

Von: Helga Rebhan

Wenngleich das Gros der 4.450 islamischen Handschriften der Bayerischen Staatsbibliothek (vormals Hofbibliothek) erst in den letzten 50 Jahren gesammelt wurde, markieren die Erwerbungen der Bibliothek Johann Albrecht Widmanstetters im Jahr 1558 und, genau 300 Jahre später, der Sammlung Étienne-Marc Quatremères zwei entscheidende Meilensteine in ihrer Bestandsgeschichte. Die wissenschaftliche Erschließung und Katalogisierung dieser Bestände hat Joseph Aumer hat in den Jahren 1858 bis 1875 durchgeführt.  

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Wilhelm Pertsch: Der Mann der vielen Kataloge

Von: Yoones Dehghani Farsani

Die von Ludwig Carl Wilhelm Pertsch (1832-1899) erstellten Kataloge orientalischer Handschriften aus dem Besitz der Forschungsbibliothek Gotha und der Staatsbibliothek zu Berlin sind beispielhaft und von zentraler Bedeutung. Sie sind in der Forschergemeinschaft weithin bekannt und geschätzt.

Vielen ihrer Nutzer weitaus weniger bekannt ist hingegen die Person, der wir diese Werke verdanken, und die Umstände ihrer Entstehung. Wer war Wilhelm Pertsch, und wie kam er zur Katalogisierung der Gothaer und Berliner Bestände?

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